Schule nach dieser mit Corona verbundenen Zäsur

Wann es soweit ist und wie wir Schule dann gestalten, wissen wir noch nicht. Dass es nicht so bleiben wird, wie es war, leuchtet wohl den meisten ein. Was benötigt unsere Schule für die Entwicklung hin zu einem ermutigenden, stärkenden, wertschätzenden Begegnungs- und Lernort von jungen und älteren Menschen? Wie kann es gelingen, das in uns und in unserer Schule liegende Potential noch intensiver zu fördern? Mitunter muss man sich richtig resolut Zeit nehmen, lohnende und grundsätzliche Fragen anzugehen. Im Schulleitungsteam haben wir uns vor Beginn des Schuljahres dazu erste Gedanken gemacht. Im Laufe des Herbstes kam für das Kollegium und für die Elternvertreter im Elternbeirat ein Artikel hinzu, der nun auch diesem Schulbrief beigefügt ist. Unter der Überschrift „Schule neu denken“ gibt Linda Göcking „Impulse und Anregungen für eine Schule von morgen“, entnommen ist der Artikel dem Buch „Das Schuljahr nach Corona“.

Es gibt mittlerweile zahlreiche weitere Impulse und Inspirationen zu diesem Aspekt, nicht nur im Internet. Manche Menschen scheinen hinter den Horizont zu sehen bzw. entwickeln eine begeisternde Vorstellungskraft von dem, was kommen darf. Jede Zäsur dient dazu, neue Entwicklungen und Veränderungen zuzulassen und zu gestalten. Im Moment möchte ich dazu einladen, diese Fragen zu bedenken und hier Anregungen zu sammeln. Über die Gremien (Lehrerkonferenz, Schülerrat, Elternbeirat, Schulkonferenz) können Ideen eingebracht werden.

Konkret mitarbeiten kann man in einer Arbeitsgruppe, die am Montag, 21. Februar 2022 starten soll: Für das Jubiläum 2023, dann kann die Schule 650 Jahre höhere Schulbildung in Wertheim feiern, soll diese Arbeitsgruppe die Spur für die möglichen Aktivitäten legen. Wer sich hierbei einbringen möchte und kann, meldet sich bitte über das Sekretariat bis spätestens 27. Januar 2022. Derzeit stehen noch alle schulischen Veranstaltungen unter dem Vorbehalt der Durchführbarkeit.

Welche Schwerpunkte mit Fahrten, Exkursionen, Theater, Konzerten, Vorträgen, Gottesdiensten, Projekttagen, kulturellem und Sprachenaustausch, außerschulischen Lernorten, Erlebnispädagogik und Teamtraining usw. das zukünftige Schulleben und die damit verbundene Schulkultur prägen werden, ist eine berechtigte Fragestellung. Ein Jubiläum kann da u.U. erste Weichen stellen. Es bedarf in jedem Fall eines gut ausgewogenen Jahresplans mit einer verträglichen Mischung mit Zeit für intensiven Unterricht, für Prüfungsphasen und für bereichernde und in der Schulkultur verankerte weitere Veranstaltungen. Dies fördert das individuelle Lernen, die Gemeinschaft und die Beziehungen untereinander sowie die Entwicklung der Persönlichkeit.